Schuljahr 2014/15

Informieren Sie sich hier über vergangene Aktionen der Mittelschule Miesbach aus dem Schuljahr 2014/15.

Buntes und vielfältiges Programm beim Schulfest
3. August 2015
Miesbach ist aktiv und attraktiv. Dazu tragen vor allem auch das in der Bevölkerung fest verwurzelte Vereinswesen und die lebendige Schullandschaft in unserer Kreisstadt bei. Im Rahmen der letztjährigen Miesbacher 900-Jahr-Feier stellten sowohl die Vereine als auch die Schulen schöne und abwechslungsreiche Programmpunkte und Veranstaltungen auf die Beine, die großen Zuspruch fanden. Dies rückblickend betrachtet, konnte man nun mit einem kleinen Augenzwinkern die Frage aufwerfen: Wie gut wird dann erst ein Fest, bei dem Miesbacher Vereine und zwei Schulen gemeinsam am Start sind und sich für die Besucher etwas einfallen lassen? Eine recht erfreuliche Antwort darauf gab es kurz vor den Sommerferien am 24.07.2015. Die Grundschule Miesbach und die Mittelschule Miesbach feierten ihr Sommerfest. Die Rudolf-Pikola-Mittelschule hatte die Miesbacher Vereine im Vorfeld herzlich dazu eingeladen, sich mit einer eigenen Aktivität an diesem Freitagnachmittag zu beteiligen. Die Lehrer der beiden Schulen bekommen immer wieder mit, dass viele Schüler auf der Suche nach einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung sind und sich sportlich, künstlerisch oder anderweitig engagieren wollen. Oft fehlen ihnen aber die Informationen über die vielfältigen Vereinsangebote in Miesbach oder sie können sich nicht genau vorstellen, was sie dort erwartet. Die Vereine konnten sich im Rahmen dieses Schulfests somit den Schülern und Eltern vorstellen und präsentieren. Nachwuchswerbung inbegriffen.

Zu Beginn des Nachmittags begrüßte Herr Peter Müller, Rektor der Mittelschule Miesbach, von der Bühne der Schulaula die anwesenden Schüler und Gäste. Er wies auf das interessante Rahmenprogramm in den kommenden drei Stunden hin, das unter anderem aus etlichen Spielstationen, Präsentationen von fünf Miesbacher Vereinen und Speise- und Getränkeständen bestand. Der Schulleiter bedankte sich auch herzlich bei Frau Manuela Hengler, 1. Vorsitzende des Elternbeirats der Mittelschule, die mit ihrer kompetenten Mannschaft die Besucher mit Grillspezialitäten versorgte.

Der erste Bühnenauftritt gehörte der Tanzgruppe “Hashtag“ mit sieben Schülerinnen der sechsten Jahrgangsstufe. Diese hatten im Sportunterricht selbstständig einen anspruchsvollen Tanz eingeübt, der mit Breakdance-Elementen, artistischen Figuren und synchronen Tanzschritten das Publikum begeisterte. Musikalisch ging es dann auf der Bühne weiter. Es folgten als weitere Programmpunkte die Trommelgruppe von der Ganztagesklasse 6b, ihre Klassenkameraden vom Gitarren-Wahlkurs und abschließend eine vierköpfige Akkordeon-Schülergruppe mit ihrer Lehrerin.

Danach bot sich den Gästen die Gelegenheit, die Stände der anwesenden Miesbacher Vereine aufzusuchen. Beim Miesbacher Skiclub bestand die Möglichkeit, einen Skirennanzug anzuprobieren. Wer darin ins Schwitzen kam, konnte sich auf dem Schulsportplatz abkühlen. Hier hatte die Stadtfeuerwehr ihre dicken Löschschläuche entrollt. Die Kinder konnten unter fachmännischer Aufsicht Wasserfontänen in die Luft spritzen. Der Vogelschutzbund Miesbach informierte über die heimischen Gartenvögel und veranstaltete ein Quiz, bei dem Vogelstimmen erkannt werden mussten. Auch der Naturschutzbund Miesbach war vor Ort, um sich den interessierten Besuchern mit Informationen zu seiner gemeinnützigen Arbeit zu präsentieren. Der Internationale Elternverein Landkreis Miesbach offerierte an seinem Stand verschiedene süße Spezialitäten aus der ganzen Welt und erfuhr viel Lob für diese Leckereien. Reger Andrang herrschte auch beim Eisverkauf durch den Verein der Freunde und Förderer der Grundschule und Mittelschule Miesbach e.V.. Neben dieser Eis Riviera hatte sich Frau Andrea Bentenrieder von der Jugendsozialarbeit an der Miesbacher Mittelschule platziert, um das eine oder andere Exemplar der Schülerzeitung “The New Generation“ an den Mann oder die Frau zu bringen. Auf dem Pausenhof der Grundschule konnten sich die Buben und Mädchen in verschiedenen Spielen versuchen. Es wurde unter anderem Stelzenlauf, ein Rollercar-Parcour, Dosenwerfen, Sackhüpfen und eine Slackline-Balancierstation angeboten. Beeindruckt zeigten sich viele Besucher vom Programmpunkt der Klasse 7bM (Klassenleiterin Frau Bóes), der sich dem Indianerstamm der Yanomami in Venezuela widmete. Man erhielt in einem Klassenzimmer interessante Informationen zu diesem Naturvolk durch Vorträge, Plakate und das Vorlesen von Tagebüchern.

“Das Wetter hat mitgespielt und es blieb wie erhofft trocken. Wir konnten ein gut besuchtes und fröhliches Schulfest feiern“, bilanzierte Schulleiter Peter Müller zufrieden am Ende des Schulfests.

Bildunterschrift Bild 1:
„Ob hier ein kommender Feuerwehrmann am Schlauch steht?“

Bildunterschrift Bild 2:
„Die Besucher des Schulfests ließen sich an den aufgebauten Biertischen das reichhaltige Speisenangebot schmecken“

Bildunterschrift Bild 3:

„Mit guter Laune beim Waffelbacken: Sekretärinnen und Lehrerinnen von der Grundschule und der Mittelschule“

Bildunterschrift Bild 4:

„Die Trommelgruppe der Ganztagesklasse 6b bei ihrem Auftritt“

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Die Aktion “Achtung Auto“ des ADAC zu Gast in der Mittelschule Miesbach
22. Juni 2015
Letzten Freitag, den 19.06.2015, war an unserer Mittelschule Miesbach Frau Gering vom ADAC zu Gast. Sie unterrichtete im Rahmen der Aktion “Achtung Auto“, einer bundesweiten Verkehrssicherheitsinitiative des Automobilclubs, die drei fünften Klassen zum Thema Anhalteweg und Sicherung im Auto. Die Schulung dauerte für jede Klasse 90 Minuten. So war den ganzen Vormittag über viel Aktion auf der breiten, geteerten Busspur vor der Rudolf-Pikola-Mittelschule angesagt. Denn die Mädchen und Jungen sollten in Form eigener praktischer Erfahrung – in Ergänzung zum theoretischen Unterricht – physikalische Gesetzmäßigkeiten spielerisch nahe gebracht werden.

Was ist eigentlich der Bremsweg? Dies wurde den Kindern zu Beginn praktisch vermittelt. Sie liefen auf eine bestimmte Ziellinie zu und sollten versuchen, dort so schnell wie möglich stehen zu bleiben. Der erreichte “Haltepunkt“ wurde für jeden Schüler auf der Fahrbahn markiert. Im Folgenden wurde mit der Klasse heraus gearbeitet, warum der Mensch eine gewisse Distanz braucht, um stehen zu bleiben.

Nun war den Heranwachsenden die Definition des Bremswegs bewusst. Beim Anhalten spielt aber immer auch noch eine andere Größe mit hinein: der Reaktionsweg. Um diesen den Schülern bewusst zu machen, ging Frau Gering wie folgt vor: Die Kinder liefen erneut los und versuchten dieses Mal, auf ein Fahnensignal hin sofort stehen zu bleiben. Sie stellten fest, dass sich der Weg, den sie zum Abstoppen benötigten, um ein gutes Stück verlängert hatte. Der Grund war, dass die Schüler vorab nicht wussten, wo sie anhalten müssen. Der Begriff der Reaktion wurde so gemeinsam erarbeitet.

Frau Gering sammelte danach die Klasse in einem Kreis, um mit den Kindern gemeinsam eine Definition des letztlich entscheidenden, oftmals lebensentscheidenden Anhaltewegs zu erarbeiten. Mit großen Schildern wurde folgende Formel dargestellt: Anhalteweg = Reak-tionsweg + Bremsweg. Mehrmals wurde diese Gleichung dann gemeinsam im Chor auf dem Pausenhof aufgesagt. So laut, dass die anderen Klassen bei geöffneten Fenstern diese Quintessenz dieser Verkehrsschulung klar und deutlich mitbekommen haben und hoffentlich auch zukünftig bei jeder Straßenüberquerung bedenken.

Zum Abschluss folgte dann der Höhepunkt für viele Kinder im Rahmen dieses Verkehrstages. Sie durften auf dem Beifahrersitz des ADAC-Autos, einem Opel Corsa, eine Notbremsung erleben. Den Schülern wurde dabei auch die Notwendigkeit der richtigen Sicherung im Auto vor Augen geführt. Die Kinder durften nur ordnungsgemäß gesichert im Auto mitfahren. Sie erlebten dabei am eigenen Leib, wie der Gurt sie “hält“. Ohne Sicherung “schießt“ dagegen bei einer Notbremsung oder einer Kollision jeder Fahrzeuginsasse ungebremst in Richtung Frontscheibe. So würde zum Beispiel ein Kind, das 20 kg wiegt, bei einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h mit einem “Schub“ von ca. 1000 kg nach vorne katapultiert. Die Verletzungsschwere erhöht sich dabei um das Siebenfache. Der Gurt kann zwar das Trägheitsgesetz nicht außer Kraft setzen, aber die Insassen werden durch ihn zurückgehalten und sind so vor Verletzungen besser geschützt.

Mit vielen Eindrücken und Einsichten kehrten die drei fünften Klassen nach ihrer Verkehrs-schulung wieder in ihre Klassenzimmer zurück. Lebhafte Gespräche zwischen ihnen und Nachfragen bei ihrem Klassenlehrer machten deutlich, dass das Erlebte auf sie Eindruck gemacht und sie zur verstärkten Achtsamkeit im Straßenverkehr ermahnt hatte. Dies ist auch wichtig, denn auf den Straßen lauern für die Kinder viele Gefahren.

Bildunterschrift für Foto 1: „So sieht es aus: Die Gleichung zur Berechnung des Anhaltewegs“

Bildunterschrift für Foto 2: „Einer hat es geschafft, ein anderer hat es noch vor sich: Das Erleben einer Notbremsung auf dem Beifahrersitz“

Bildunterschrift für Foto 3: „Mit dem Gurt gut gesichert erlebten die Schüler die Situation einer Notbremsung“

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Bewerbungsplanspiel in der Mittelschule Miesbach am Dienstag, 05.05.2015
26. Mai 2015
“Das Bewerbungsplanspiel ist ein wichtiger Baustein bei der Berufswahl“ – so unterstrich Herr Rainer Müller (Berufsberater der Arbeitsagentur Rosenheim) noch einmal die Bedeutung dieses Schulvormittags bei der Begrüßung der teilnehmenden Schüler in der Aula der Mittelschule Miesbach. Gut ein Dutzend Vertreter von Firmen, Einrichtungen, Krankenkassen und Berufsverbänden waren gekommen, um mit den Schülern der 8. Jahrgangsstufe und der Praxisklasse 9dP Bewerbungsgespräche unter ganz realen Bedingungen durchzuspielen. Im Nachgang zu den zwei zu durchlaufenden Vorstellungsgesprächen bekam jeder Schüler Rückmeldung, ob er die ins Auge gefasste Lehrstelle bekommen hätte und welche gezeigten Stärken und Schwächen für ihn oder gegen ihn als Bewerber gesprochen haben.

55 Mädchen und Jungen nahmen am Bewerbungsplanspiel teil. Sie kamen aus den Klassen 8a, 8b, 8cM und 9dP. Vorab hatten diese Schüler Bewerbungsmappen erstellt, in denen sie die für eine Bewerbung notwendigen Unterlagen hinterlegten. Diese wurden dann einige Tage vor dem Planspiel denjenigen Firmen- und Geschäftsinhabern bzw. ihren Ausbildungsverantwortlichen, auf deren fiktive Ausbildungsstelle sich der Schüler bewerben wollte, zur Verfügung gestellt. Am Tag der Veranstaltung bestand dann für die Jugendlichen die Möglichkeit, das Bewerbungsgespräch bei einem Arbeitgeber unter ganz realen Bedingungen zu üben. Die anwesenden Vertreter der Arbeitswelt nahmen ihre übernommene Aufgabe durchweg sehr ernst. Sie gestalteten den Ablauf des Auswahlgesprächs nach den gleichen Kriterien, wie es auch sonst bei der Rekrutierung von Auszubildenden in ihrem Bereich üblich ist. Auf den Prüfstand kamen das Verhalten des Bewerbers bei diesem Zusammentreffen, die Qualität der eingereichten Bewerbungsmappe, die Gesprächsführung und das Wissen des Heranwachsenden über das Berufsbild der anvisierten Arbeitsstelle. Bei dem einen oder anderen Schüler zeigte sich während seines Bewerbungsgespräches, dass er nur eine vage Ahnung von den Anforderungen und den genauen Arbeitsfeldern des Berufes, in dem er sich eine Ausbildung vorstellen könnte, hatte. Im Gespräch mit dem Mann oder der Frau aus der Berufspraxis stellten diese Buben und Mädchen mitunter fest, dass sie mit diesem Beruf auf das falsche Pferd gesetzt hatten. Sie hatten sich einfach den dort vorherrschenden Arbeitsalltag ganz anders vorgestellt. Einige Schüler revidierten folgerichtig nach diesem beim Bewerbungsplanspiel erlangten Informationszuwachs ihre Absicht, diesen Beruf zu ergreifen.

Am Ende des Tages waren sich alle Teilnehmer einig: Das Bewerbungsplanspiel war für alle spannend und aufregend verlaufen. Die Firmen- und Geschäftsvertreter lobten unisono das freundliche Auftreten und die guten Umgangsformen der Jugendlichen. Auf der anderen Seite sprachen die Schüler davon, dass sie sich nun für das in der Zukunft bevorstehende ´reale` Bewerbungsgespräch besser gewappnet fühlen, weil ihnen vor Augen geführt wurde, wie es auch dort im Großen und Ganzen ablaufen wird.

In der folgenden Woche bekamen die Schüler von den Organisatoren des Bewerbungsplanspiels Andrea Bentenrieder und Christian Böhm (Schulsozialarbeit Mittelschule Miesbach) Bescheid, ob das Bewerbungsgespräch für sie positiv oder negativ ausgegangen ist. Von den 55 Bewerbern hätten 42 ihren Ausbildungsplatz bekommen. Bei 13 Schülern entschieden sich die Personalverantwortlichen für eine Absage. Jeder Schüler bekam zudem eine ausführliche Rückmeldung über die Stärken und Schwächen, die bei ihm im Bewerbungsgespräch wahrgenommen wurden.

“Es ist ein riesiger Zeitaufwand für die Chefs bzw. die leitenden Angestellten, die sich bei uns vor Ort in der Mittelschule Miesbach beteiligt haben. Dafür ein großes Dankeschön. Aufgrund der Mitwirkung von so vielen konnten wir die vier großen Arbeitsbereiche Handwerk, Industrie, Handel / Gastronomie und Dienstleistung / Kinderpflege / Sozialberufe abdecken. Für nahezu jeden Schüler konnte etwas Passendes angeboten werden“, erklärte Frau Andrea Bentenrieder von der Schulsozialarbeit der Mittelschule Miesbach dankbar und zufrieden im Rückblick auf diesen Tag.

Von Arbeitgeberseite haben am Bewerbungsplanspiel der Rudolf-Pikola-Mittelschule mitgewirkt:
Schreibwaren Renz, DEHOGA, H&M Rosenheim, Firma Spinner, Zahntechnik Reicherseder, Miesbacher Sporthaus, BARMER Krankenkasse, Kindergarten Hundham, Kinderdorf Irschenberg, Zimmerei Köpferl, Firma Wega-Tec, AVG Mercedes Gmund und der 2. Bürgermeister von Miesbach Herr Fertl

Bildunterschrift für Foto 1: „Schulleiter Peter Müller begrüßt zu Beginn die Gäste aus dem Wirtschafts- und Sozialbereich und die teilnehmenden Schüler am Bewerbungsplanspiel“

Bildunterschrift für Foto 2: „Schülerin Katharina Bittl (Klasse 8a) im Bewerbungsgespräch mit Frau Manuela Hengler (Inhaberin Schreibwaren Renz, Bruckmühl)“

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Finale des Grundschul-Lesewettbewerbs in der Schulbücherei der Mittelschule Miesbach
26. Mai 2015
Am Dienstag, 19.05.2015, fand in der Schulbücherei der Mittelschule Miesbach das Finale des Grundschul-Lesewettbewerbs statt. Dazu hatten sich aus acht am Wettbewerb teilnehmenden Grundschulen des Landkreises jeweils zwei Schüler in schulinternen Vorausscheidungsrunden qualifiziert. Die Drittklässler kamen aus den Grundschulen Valley, Irschenberg, Waakirchen, Rottach-Egern, Elbach, Miesbach, Holzkirchen und Schliersee.

Zu Beginn begrüßte Herr Johannes Ackermann, der in seiner Funktion als Lesebeauftragter für die Schulen im Landkreis Miesbach diese Veranstaltung organisiert hatte und als Klassenleiter an der Mittelschule Miesbach tätig ist, die Finalisten und ihre begleitenden Eltern, Großeltern und Geschwister. Der Ablaufplan sah nun zunächst vier Halbfinale vor. Jeweils vier Schüler wurden dafür durch Losverfahren zu einer Gruppe zusammengestellt. Jeder hatte nun die Aufgabe vor sich, beim Vortragen eines eingeübten Leseabschnitts aus seinem Lieblingsbuch eine Jury aus Grundschullehrern und eines bei einem Lesewettbewerb ausgezeichneten Schülers aus der Mittelschule Miesbach mit seinen Lesefertigkeiten zu überzeugen. Die gezeigten guten Leistungen lagen oft eng beieinander. So konnten die Teilnehmer des Finales oft erst nach längerer Diskussion der Jury-Mitglieder bestimmt werden.

Nach dieser Vorrunde wurde allen jungen ´Lesecracks` und Gästen die Gelegenheit zum Durchschnaufen und zur Stärkung gegeben. Die Mittelschule Miesbach als Gastgeber offerierte Getränke und Kuchen, Schüler der Rudolf-Pikola-Mittelschule waren als Servicekräfte eingeteilt. Es bestand in dieser Pause auch die Gelegenheit, die große und zum gemütlich Verweilen einladende Schulbücherei näher zu erkunden. Die Mittelschule Miesbach ist sehr stolz auf diese Einrichtung, deren Nutzung auch fester Bestandteil des Deutschunterrichts der verschiedenen Jahrgangsstufen ist.

In das Finale hatten es vier Grundschülerinnen geschafft: Beeke Dorff (Grundschule Holzkirchen), Sophia Neukam (Grundschule Schliersee), Julia Miller und Julia Schmid (beide Grundschule Rottach / Kreuth). Im Rampenlicht vor nun in der Schulbücherei versammelter Gästeschar lasen sie nacheinander aus dem ihnen unbekannten Kinderbuch „Ätze das Tintenmonster“ (Autorin Ursel Scheffler, Ravensburger Buchverlag) vor. Oftmals gelungen und das Publikum mitreißend variierten die Mädchen ihre Stimmlagen, wenn Tintenmonster Ätze, das alles liebt, was schaurig und scheußlich ist, immer wieder durch seine Streiche die Menschen zur Verzweiflung bringt. Mit viel Applaus wurde jeder Vortrag am Ende bedacht.

Die Jury für die nun anstehende Siegerentscheidung war kompetent besetzt: Herr Fertl (2. Bürgermeister der Stadt Miesbach), Frau Weiss-Brummer (Schulamtsdirektorin Schulamt Miesbach), Frau Bott (Leiterin Stadtbücherei Miesbach), Frau Weber-Toepel (Buchhandlung Buch am Markt) und Frau Holzer (Konrektorin Grundschule Miesbach). Bei der Bekanntgabe der Platzierungen sagte Herr Fertl zu den Finalisten vorab: „Ihr vier habt eure Sache im Finale sehr gut gemacht. Der Text, den ihr vorgelegt bekommen habt, war nicht einfach, viele schwierige Wörter und Ausdrücke kamen vor.“ Letztendlich fand die Jury aber die Darbietung von Beeke Dorff aus der Klasse 3a der Grundschule Holzkirchen am Besten. Stets flüssig vortragend und mit großem Einfühlungsvermögen in die Geschichte hatte sie nicht nur die Jury begeistert. Der Siegerin wurde als Preis ein Gesellschaftsspiel und ein Buchgeschenk überreicht. Auch alle anderen Teilnehmer durften sich über ein Taschenbuch als Anerkennung ihrer gezeigten Leistung freuen.

Bildunterschrift für das Foto:
(von links) Sophia Neukam, Gesamtsiegerin Beeke Dorff,  Julia Miller und Julia Schmid
(im Hintergrund stehend von links die Jury) Frau Cornelia Holzer, Frau Ursula Weiss-Brummer, Frau Tanja Bott, Herr Paul Fertl, Frau Regina Weber-Toepel

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Mittelschüler nehmen erfolgreich am Malwettbewerb teil
3. Mai 2015
Am Freitag, den 17.04.2015, fand für die Mittelschule Miesbach die Siegerehrung des Malwettbewerbs der Raiffeisenbank im Oberland statt. In diesem Jahr stand er für die Mittel-stufen-Schüler unter dem Motto „Immer mobil, immer online“. Frau Veronika Fahrnbauer und Frau Ursula Feeß vom alteingesessenen Miesbacher Geldinstitut konnte neben den Klassensiegern der Rudolf-Pikola-Schule auch den Schüler Niklas Biermann aus der Klasse 5c als Kreissieger in seiner Altersgruppe auszeichnen.

Die Bilder fertigten die Schüler der Mittelschule Miesbach im regulären Kunstunterricht ihrer Klasse an. Die Teilnahme an diesem Malwettbewerb war freiwillig. Wie schon in den Jahren zuvor, reichten die 5. und 6. Jahrgangsstufe die meisten Beiträge ein. Das Thema, mit dem sich die Zeichnungen beschäftigen mussten, war von der Raiffeisenbank vorgegeben worden. Es lautete dieses Jahr “Immer mobil, immer online: Was bewegt dich?“. Es beschrieb damit ein gesellschaftliches Phänomen, das in unserer schnelllebigen und vielfach auf die Nutzung des Internets ausgerichteten Welt immer mehr Raum einnimmt. Dieses Motto kam auch insofern den jungen Teilnehmern entgegen, weil Kinder und Jugendliche sehr gerne Dinge und Situationen zu Papier bringen, die sie erlebt haben. Wer von den Schülern kennt zum Beispiel nicht den ritualisierten Griff zu seinem Smartphone mehrmals am Tag, um einen Blick darauf zu werfen, ob neue Nachrichten eingegangen sind oder ob etwas von Freunden in den sozialen Netzwerken gepostet wurde. Stets mobil zu sein, scheint in unserer modernen Welt unerlässlich zu sein. Es könnte ja etwas verpasst werden, man muss immer auf dem Sprung sein.

Das Schöne in diesem Jahr war, dass man den Jungen und Mädchen mit der Malaufgabe gewissermaßen einen Kontrapunkt zu der immer schneller getakteten, stets mobilen und vernetzten Umwelt offerierte. Beim Zeichnen kommen die Kinder nämlich zu sich und vor allem zur Ruhe. Sie können für Minuten, oftmals sogar länger, in ihrer ganz eigenen Welt versinken. In einem durchgeplanten und hektischen Alltag ist das eine ganze Menge. Vor diesem Hintergrund hat es vielleicht gerade ein Malwettbewerb sein müssen, der sich dieser Themenstellung annimmt.

Die Schüler bekamen außer dem Thema keine weiteren Vorgaben zur Hand. Sie konnten sich frei entscheiden, welche Malutensilien sie benutzen und welche Maltechniken sie anwenden wollten. Ihrer Fantasie sollten sie freien Lauf lassen. Das Motto “Immer mobil, immer online“ ließ dafür auch einigen Spielraum.

Die Jury zur Ermittlung der Siegerbilder bildeten Kunstlehrer. Neben diesen Lehrkräften, die in verschiedenen Schularten tätig sind, ist auch immer wieder ein lokaler freischaffender Künstler im Auswahlgremium vertreten. Er eröffnet dem einen oder anderen Jury-Kollegen eine andere Sichtperspektive auf die zu bewertenden Bilder. Kreativität, zeichnerische Fertig-
keiten und die Erfassung des Themas in Gänze wurden unter die Lupe genommen. Zudem legte man Wert darauf, dass das Bild auch wirklich fertig gemalt wurde.

Nach einer intensiven Sichtung mit anschließender Diskussion kürte die Jury die Klassensie-ger der Mittelschule Miesbach. Besonders gut gefiel den Juroren, unter denen sich von der Mittelschule Miesbach Lehrerin Johanna Durner und Frau Christina Seiz-Livadas befanden, das Werk von Niklas Biermann aus der Ganztagesklasse 5c. Dieses wurde zum diesjährigen Kreissieger seiner Altersklasse erklärt. Aber nicht nur die Sieger konnten sich über einen Preis freuen. Alle Teilnehmer bekamen ein Präsent von der Raiffeisenbank ausgehändigt.

Die Organisatorin der Mittelschule Miesbach für die Teilnahme an diesem Schülerwettbewerb zeigte sich mit dem Ablauf zufrieden. Frau Johanna Durner, Klassenlehrerin 5a: “Unsere Schüler machen bei diesem Malwettbewerb jedes Jahr gerne mit. Man sieht den eingereichten Bildern an, dass sie mit Fleiß und Gewissenhaftigkeit angefertigt wurden. Ich sitze ja selber in der Jury. Es ist oft schwer, aus der Fülle der guten Bilder einen Sieger zu küren.“ Diese zuletzt genannte Feststellung von Frau Durner zur Qualität vieler Arbeiten ist dann doch in gewisser Weise für die Eltern und die Lehrer tröstlich: Trotz omnipräsenter Tastaturen, Computermäusen und Bildschirmen haben die Heranwachsenden dennoch nicht ihre Fähigkeit verloren, ihre Gedanken und Einfälle mit Stift und Papier in eigener Handarbeit niederzulegen.

Bildunterschrift Bild 1:
„Die Sieger vom Malwettbewerb 2015 freuten sich über die von der Raiffeisenbank überreichten Urkunden und Preise. In der Mitte mit Urkunde Kreissieger Niklas Biermann.“

Bildunterschrift der weiteren Fotos:
„Prämierte Bilder von Schülern der Mittelschule Miesbach“

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Grundschultag der Mittelschule Miesbach am Dienstag, den 24.03.2015
11. April 2015
Bereits zum achten Mal lud am Dienstag, den 24.März 2015, die Mittelschule Miesbach zu ihrem jährlich stattfindenden Grundschultag ein. Schulleiter Peter Müller und seinem Lehrerkollegium geht es bei diesem Besuchs- und Aktionstag darum, den eingeladenen 4. Klassen der Grundschulen Miesbach, Parsberg, Wall und Irschenberg einen Einblick in den Unterricht der 5. und 6. Jahrgangsstufe der Rudolf-Pikola-Mittelschule Miesbach zu ermöglichen. Zudem können die Jungen und Mädchen, die zum nächsten Schuljahr hierher wechseln, schon mal vorab ihren zukünftigen Klassenlehrer und das Schulgebäude kennen lernen. Mögliche Ängste vor dem bevorstehenden unbekannten Neuen können frühzeitig abgebaut werden. Mehr noch: Bei vielen Grundschülern war am Ende des Tages eine gute Portion Vorfreude auf den kommenden Schulwechsel spürbar.

Zu Beginn begrüßten Schulleiter Peter Müller und Konrektorin Martina Thrainer sehr herzlich die in der Schulaula versammelten 4. Klassen. Herr Müller stellte die Mittelschule Miesbach kurz vor. Er erklärte den Zuhörern, dass derzeit gut 300 Schüler in 16 Klassen unterrichtet werden. Der Rektor zeigte sich zudem davon überzeugt, dass den Lehrern und Schülern ein sehr schönes Schulhaus zur Verfügung steht. Zumal es erst vor Kurzem modernisiert und mit einer verbesserten Wärmedämmung ausgestattet wurde. Danach wurden die einzelnen Grundschulklassen mit ihren Klassenlehrern jeweils zwei Schülern der Klasse 8b anvertraut, die als Führer und Ansprechpersonen während des Tages fungierten. Nach einem vorbereiteten Ablaufplan besuchten nun die Gästegruppen im Laufe des Vormittags verschiedene Klassen-zimmer und Unterrichtsräume.

Die Lehrer in Technik (Werkraum), Soziales (Küche) und Physik/Chemie/Biologie stellten ihre Fachräume und deren Ausstattung vor. Gerne beantworteten sie auch die Fragen der Grundschüler, was denn alles in diesen Fächern in der 5. Jahrgangsstufe behandelt wird. Sportlehrerin Frau Ostermeier empfing die Besucher in der Turnhalle und stellte sich gerne deren Begeisterung für die zur Verfügung stehende große Spielfläche, die bei der einen oder anderen Sporthalle einer Grundschule in dieser Art nicht gegeben ist.

Herrn Eisenberg, Klassenlehrer der Klasse 5c, oblag die Aufgabe, einen Einblick in den Unterricht seiner Ganztagesklasse zu gewähren. So lernten die Grundschüler zum Beispiel den Essensraum, in denen die Ganztagesschüler immer von Montag bis Donnerstag ein gemeinsames Mittagessen einnehmen, und den zum Klassenzimmer benachbarten Gruppenraum, der regelmäßig für die Arbeit in Kleingruppen genutzt wird, kennen. Im Klassenraum erregte bei den Gästen vor allem die interaktive, elektrische Tafel Aufsehen. Als die Grundschüler sahen, dass diese moderne Tafel bei der Anschrift krumm geratene Linien oder wackelig geschriebene Buchstaben automatisch nachbessert, beneideten nicht wenige von ihnen den Lehrer um diese ´Wundermaschine`. Eine Gruppe von Mädchen und Jungen der Ganztagesklasse spielten zum Abschluss noch drei Musikstücke, die sie in ihrem wöchentlich stattfindenden Gitarrenkurs in der Schule erlernt hatten.

Ein Quiz zum Thema Märchen hatte die Klasse 5b (Frau Dittmayer) vorbereitet. So wurde ein Bild aus einem Märchen mit Hilfe eines Beamers verdeckt an die Wand geworfen und Stück für Stück sichtbar gemacht. Sobald ein Grundschüler die Erzählung zu erkennen glaubte, wurde das Freilegen unterbrochen und der Schüler konnte seine Vermutung äußern. Am Ende des gesamten Märchenquizes wurde derjenige zum Märchenkönig gekrönt, der zuvor die meisten richtigen Antworten geben hat können. Generell freute sich Frau Dittmayer sehr darüber, dass die verschiedenen Märchen vielen Kindern noch immer so geläufig sind.

Eine ganz individuelle Betreuung bekamen die Viertklässler bei ihrem Besuch in der Klasse 6a (Frau Zeitler). Ein Schüler der Mittelschule leitete jeweils mehrere Grundschüler an, damit diese authentische Kinderspiele aus dem alten Rom nachvollziehen und selbst ausprobieren konnten. Diese Spiele zu präsentieren bot sich für die Klasse 6a deswegen an, da im Unterricht im Fach Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde gerade die Römerzeit Thema ist. Den Gästen gefielen die Spiele durchweg, ob es nun “Pecunia non olet“ (übersetzt “Geld stinkt nicht“; Vorläufer des heutigen Roulettes), das “Orca-Spiel“ (fünf Nüsse müssen in ein Tongefäß geworfen werden) oder “Mola Rotunda“ (Vorläufer des heutigen Brettspiels Mühle) war.

Gleich zwei Programmpunkte bot die Klasse 6b von Herrn Ackermann, als die verschiedenen Grundschulklassen nacheinander zu Besuch kamen. Als erstes wurden von einigen Mädchen und Jungen der Klasse Gedichte gerappt, unter anderem gab es eine Sprechgesangsversion von Goethes Zauberlehrling. Hörte sich wirklich gut an, und der Auftritt wurde auch immer mit großen Beifall belohnt. Danach folgte ein kurzer Bericht über den gerade stattgefundenen Schüleraustausch der Mittelschule Miesbach mit einer Schule aus Budapest / Ungarn. Einige Schüler der Klasse 6b hatten daran teilgenommen.

Da sich dieses Jahr beim Grundschultag auch zwei Klassen aus der Jahrgangsstufe 8 und 9 beteiligten, hatten die Grundschüler auch die Gelegenheit, in Kontakt mit älteren Mittelschülern zu treten. Die Klasse 8a von Frau Bianca Voggesberger hatte erlebnispädagogische Spiele im Schulhof vorbereitet. In der Klasse 9a von Frau Ursula Sontheim galt es ein Quiz über Amerika zu lösen.

Da die Jugendsozialarbeit ein wichtiger Bestandteil des Schullebens der Rudolf-Pikola-Mittelschule Miesbach ist, stellten sich die dafür verantwortlichen Personen Frau Bentenrieder und Herr Böhm in ihrem Büro in einer Fragerunde vor. Sie erklärten den jungen Besuchern, dass sie als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wenn ein Schüler bei schulischen, persönlichen oder familiären Problemen Unterstützung benötigt. Man kann jederzeit zu ihnen kommen, und es würden dann zusammen Lösungen gesucht.

Mit vielen Eindrücken und Erlebnissen verließen die Grundschüler mittags wieder die Mittel-schule. Zuvor hatte Konrektorin Martina Thrainer die Viertklässler noch verabschiedet und wünschte ihnen ein gutes Nachhausekommen. Die Schulleitung der Rudolf-Pikola-Schule konnte sich in den folgenden Tagen darüber freuen, dass viele positive, sogar begeisterte Rückmeldungen von den Grundschulen bezüglich des abgehaltenen Besuchs- und Aktionstages kamen.

Bild 1: „Lehrer Jürgen Steinborn beweist den Grundschülern, dass man einen Wasserstrahl biegen kann“

Bild 2: „Lehrer Peter Eisenberg stellt den Grundschülern den Gruppenraum seiner Ganztagesklasse 5c vor“

Bild 3: „Die Klasse 6b von Herrn Johannes Ackermann bot eine Rap-Version von Goethes Zauberlehrling“

Bild 4: „Ein Kinderspiel aus der Römerzeit im Klassenzimmer der 6a:´Pecunia non olet – Geld stinkt nicht`“

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Abschlussball des Tanzkurses in der Mittelschule Miesbach (Samstag, 14.03.2015)
11. April 2015
Am Samstag, den 14.03.2015, fand am Abend der Abschlussball des Tanzkurses für die 9. und 10. Jahrgangsstufe der Mittelschule Miesbach statt. Wie schon die Jahre zuvor, lag die Organisation in den bewährten Händen der Lehrerin Ursula Sontheim. In die festlich geschmückte Aula der Schule waren auch die Eltern der 30 Tanzschüler geladen. Nach dem Eröffnungswalzer gaben die jungen Tanzpaare noch weitere erlernte Gesellschaftstänze zum Besten. Danach wurde für alle Anwesenden die Tanzfläche freigegeben, die bis um Mitternacht auch ausgiebig genutzt wurde.

Seit Januar hatten die Schüler mit Herrn Kroll von der Tanzschule in Gmund verschiedene Tänze einstudiert. Die jeweils 90-minütigen Übungsstunden fanden acht Mal an Freitagnachmittagen in der Mittelschule Miesbach statt. Dazu angemeldet hatten sich 15 Mädchen und 15 Jungen der zwei Abschlussjahrgänge 9 und 10, die vorab zu festen Tanzpaaren zusammengestellt wurden.

Festlich und adrett in Abendgarderobe hatten sich die Jugendlichen zu diesem Abschlussball ihres Tanzkurses gekleidet. Zum Beginn des Abends gab es einen Sektempfang, die Schüler stießen dabei mit der alkoholfreien Variante an. Die Jungen hatten kleine Blumensträuße für ihre Tanzpartnerinnen mit dabei, die Mädchen revanchierten sich jeweils mit einem individuellen Präsent. Wie beim berühmten Wiener Opernball eröffneten die Debütanten dieses Tanzfest mit einem gemeinsamen Wiener Walzer. Nach dieser Darbietung erfolgte die Aufforderung zum Partnerwechsel, es wurde nun ein eigener Elternteil von den Schülern zum Reigen gebeten. Das Lampenfieber bei den Tänzern dürfte hier seinen Höhepunkt erreicht haben. Scherzhaft könnte man fragen, ob dies nun mehr bei den Müttern und Vätern oder bei ihren Kindern der Fall war. Auf alle Fälle gehörten diese Minuten mit zu denjenigen an diesem Abend, in denen am meisten der Auslöserknopf am Fotoapparat gedrückt wurde. Diese Aufnahmen werden sicherlich einen besonderen Platz in den Fotoalben der Familien bekommen. Im Schülerkreis wurden danach drei weitere Vorführtänze präsentiert. Mit viel Applaus wurde das Dargebotene von den Zuschauern bedacht. Zu Recht, die Mädchen und Jungen zeigten sich schrittsicher und hatten sichtbar Spaß an der Tanzbewegung. Wer sich von den anwesenden Eltern, Verwandten und Lehrkräften davon anstecken ließ, der hatte nun Gelegenheit, selbst das Tanzbein zu schwingen. Für den restlichen Verlauf war offener Tanz angesagt. Schülerinnen und Schüler nutzten dies auch das eine oder andere Mal, um Lehrer aufzufordern und mit ihnen zu tanzen.

Dem feierlichen Anlass entsprechend war ein umfangreiches kaltes Büfett aufgebaut. Ein lokaler Caterer lieferte dafür die meisten Sachen an. Die vielfach gelobten süßen Nachspeisen wurden von den Fachlehrerinnen Kristina Salmen und Daniela Bauer zusammen mit Schülern für diesen Abend in der Schulküche zubereitet. Drei Mädchen aus der 8. Jahrgangsstufe hatten sich zur Verfügung gestellt, den Service zu übernehmen. In einem provisorisch eingerichteten Fotostudio in einem Klassenzimmer bestand für die Tanzschüler die Möglichkeit, sich in ihren Anzügen und Tanzkleidern ablichten zu lassen.

Verbindungslehrerin Ursula Sontheim, in deren Händen die Vorbereitung und Durchführung sowohl des Tanzkurses als auch des Abschlussballes lag, zeigte sich im Rückblick sehr zufrieden mit dem Fest: “Es war einfach ein schöner Abend. Es sind Stunden im feierlichen Rahmen, in denen sich die Schüler von einer anderen Seite wie im Schulalltag zeigen können.“ Vielen Eltern und Lehrkräften wird es mit Blick auf die in Abendkleidern und Anzügen in Schale geworfenen Heranwachsenden besonders bewusst geworden sein, dass hier Menschen vor ihnen stehen, die in absehbarer Zeit ihren Lebensweg in der Erwachsenenwelt vollkommen auf eigenen Füßen bestreiten werden. Ob dieser Weg von den Mädchen aber oft in den teils hochhackigen Tanzschuhen beschritten wird, das darf zumindest nach den Beobachtungen beim Abschlussball angezweifelt werden. Denn viele dieser Schuhpaare lagen nach den Vorführtänzen aufgereiht an der Wand und blieben dort auch am Abend liegen. “Viele der neu gekauften Tanzschuhe drückten und schmerzten die Schülerinnen. Es wäre besser gewesen, sie ein paar Mal vorher getragen zu haben. Dies sage ich ihnen auch stets im Vorfeld“, wusste Frau Ursula Sontheim mit Blick auf das weggestellte Schuhwerk zu berichten. Aber tanzen kann man auch barfuß oder auf Socken, dies musste man den Mädchen auch nicht zweimal sagen. Wie viele andere Gäste drehten sie ausgelassen bis um Mitternacht ihre Runden.

Hinweis: Die Fotos stammen von Herrn Jürgen Steinborn

Bild 1: „Die Tanzschüler aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe festlich gekleidet am Abend des Abschlussballes“

Bild 2: „Die Schüler zeigten in verschiedenen Vorführtänzen, was sie alles während des Tanzkurses gelernt hatten“

Bild 3: „Soll doch keiner danach sagen können, dass er wegen Schwäche auf Grund von Hunger nicht tanzen konnte“

Bild 4: „Nur noch raus aus den drückenden Tanzschuhen, hieß es bei einigen Mädchen zwischendurch“

Bild 5: „Mit den erlernten Tanzfertigkeiten traute sich auch mancher Schüler, die stellvertretende Schulleitung zum Tanz zu bitten“

 

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Theaterstück zur Thematik Cyber-Mobbing gastierte an der Mittelschule Miesbach
6. Februar 2015
Am Freitag, den 23.01.2015, fand eine Theateraufführung zum Thema Cyber-Mobbing in der Aula der Mittelschule Miesbach statt. Zwei Schauspieler vom Ensemble “Radiks“ aus Berlin schlüpften dabei in verschiedene Rollen und stellten die wahre Leidensgeschichte einer siebzehnjährigen Schülerin dar. 150 Schüler aus der sechsten bis achten Jahrgangsstufe verfolgten gespannt das Stück. Sie nutzten im Anschluss eifrig die Gelegenheit, mit den zwei Theatermimen über Mobbing-Attacken im Internet zu diskutieren.

“Aber Leas Leben war nicht mehr wie vorher“ – dieser Satz fiel recht früh in dem Theaterstück ´Fake oder Das war doch nur Spaß`. Es kursierten zu diesem Zeitpunkt gerade die ersten Sticheleien, Lügen und unterschwelligen Beleidigungen in den virtuellen Netzwerken, die der vorher unbekümmerten und lebenslustigen Schülerin schwer zu schaffen machten. Wobei dies alles auf einen scheinbar nichtigen Anlass zurückzuführen war. Die Aufnahme der talentierten Sängerin Lea in eine Casting-Agentur weckte den Neid einiger ihrer MitschülerInnen. Besonders den von Leas vermeintlich bester Freundin, die aus Spaß, aber auch aus Missgunst beginnt, im Internet über sie herzuziehen. Und die im Theaterstück getroffene Feststellung, dass der Lebensweg der Siebzehnjährigen einen Bruch erfahren hatte, galt im späteren Verlauf der Geschichte noch um so mehr. Das Mobbing entwickelte sich zum Selbstläufer, immer mehr Mitläufer beteiligten sich daran, die Anfeindungen nahmen immer größere Ausmaße an. Das Opfer zieht sich immer mehr in seine Sprachlosigkeit und Resignation zurück. Halt findet es immer weniger bei Bezugspersonen, Lea verliert sprichwörtlich den Boden unter den Füßen. Das Ganze ging zum Schluss noch glimpflich aus. Lea erholte sich nach einem missglückten Selbstmordversuch und wechselte die Schule.

Die Zuschauer in der Schulaula zeigten sich nach der Aufführung betroffen vom Lei-densweg des Mobbing-Opfers. Dazu hatte auch das einfühlsame Spiel von der acht-undzwanzigjährigen Darstellerin Romana Schneider beigetragen, die stets glaubhaft in die Rolle der mehr als zehn Jahre jüngeren Lea schlüpfte. Die emotionale Mitnahme des Publikums bewiesen auch die vielen Nachfragen von Schülern in der abschließenden Diskussionsrunde mit den zwei Schauspielern, die sich um die aus der Bahn geworfene Gefühlswelt und den weiteren Lebensweg des in die Enge getriebenen Mädchens drehten. Auf viel Zuspruch fielen bei den Miesbacher Schülern auch die Einlassungen von Schauspieler Alexander Abramyan, dass Cyber-Mobbing strafrechtlich verfolgt werden kann. Es war auch in diesem speziellen Fall, auf dem das Theaterstück beruhte, zu Verurteilungen der Haupttäter gekommen. Allen wurde deutlich vor Augen geführt, dass auch das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Jeder muss sich der Tragweite von möglichem Cyber-Mobbing bewusst werden.

Mobbing ist an sich keine neue Erscheinung. Gezielte Ausgrenzungen und Herab-würdigungen einzelner Personen begegnen einem seit jeher vielerorts in den verschiedensten sozialen Gruppen. Mit dem Phänomen Cyber-Mobbing ist die Gesellschaft seit der Verlagerung von Teilen des Lebens von Jugendlichen und Erwachsenen ins Internet konfrontiert. Facebook und Co. stehen als Synonym für die extensive zwischenmenschliche Kontaktpflege im Netz. Das Internet ist für Mobbing-Attacken besonders gut geeignet, da dessen Anonymität stärker zu diffamierenden und beleidigenden Äußerungen einlädt. In einer auf der Internetseite Saferinternet veröffentlichten Studie bestätigten 15 Prozent der jugendlichen des World Wide Webs, dass jemand schon einmal peinliche oder beleidigende Bilder oder Videos im Internet verbreitet hat. Besonders prekär für die von den Tätern ins Visier genommenen Personen ist es, dass Gerüchte und Anschuldigungen öffentlich einsehbar gemacht werden und über längere Zeit sichtbar bleiben.

80 Minuten lang rückte die Theateraufführung mit anschließendem Reflexionsgespräch das Thema Cyber-Mobbing in den Fokus. Die Veranstaltung wurde in den einzelnen Klassen vor- und nachbereitet. Allgemeiner Konsens war, dass das Internet und die neuen Medien sinnvolle und zeitgemäße Schlüsseltechniken sind. Die Schüler sollten aber dazu bewegt werden, bewusst und verantwortungsvoll mit diesen umzugehen. “Wie oft passiert es, dass man eine achtlose Nachricht schreibt und damit den Adressaten unbewusst vor den Kopf stößt, weil einfach Geschriebenes stärker wirkt als nur Gesprochenes“, erklärte hierzu Frau Andrea Bentenrieder von der Schulsozialarbeit an der Mittelschule Miesbach.

Das Theaterstück von Autor Karl Koch gastierte auf Einladung der Jugendsozialarbeit in der Rudolf-Pikola-Mittelschule Miesbach. “Wir sahen diese Aufführung bestens dafür geeignet, die Schüler und Lehrer für das Thema Cyber-Mobbing zu sensibilisieren und wachzurütteln. Und dies schon, bevor es zu solchen Vorfällen kommen könnte, oder sich bereits festzustellende Ansätze unter den Schülern ausweiten. Vor allem jüngere Schüler sind sehr naiv im Umgang mit den Medien“, so die Initiatoren Andrea Bentenrieder und Christian Böhm. Dieses Ziel wurde erreicht, wie man den vielen positiven Rückmeldungen aus der Schulgemeinschaft entnehmen konnte.

Bildunterschrift für beide Fotos:
„Romana Schneider und Alexander Abrayman vom Berliner Theater-Ensemble „Radiks“ auf der Bühne der Schulaula der Miesbacher Mittelschule.“

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Seniorennachmittag in der Mittelschule Miesbach am Mittwoch, den 03.12.2014
6. Januar 2015
Wenn sich der Schreiber dieses Berichts an seine Oma mütterlicherseits erinnert, dann hat er auch im Gedächtnis, wie sehr sich diese stets auf die alljährlichen großen Seniorennach-mittage der Gemeinde freute. Sie genoss es sichtlich, viele Freunde und Bekannte nach langer Zeit wieder einmal zu Gesicht zu bekommen, ausgiebig mit ihnen zu ´ratschen` und Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse aufleben zu lassen. “Man sieht sich viel zu selten“, war stets ein Credo von der Großmutter, wenn sie später im Familienkreis von der Feier lebhaft berichtete. Bei dem vor Kurzem stattgefundenen Seniorennachmittag der Stadt Miesbach in der Aula der Mittelschule hatte Frau Bürgermeisterin Ingrid Pongratz anscheinend den gleichen Gedanken. “Bleibt so lange wie ihr wollt sitzen und ratscht über alles. Die meisten von euch werden sich wohl nur zweimal im Jahr sehen. Hier am Seniorennachmittag und dann noch einmal auf dem Miesbacher Weihnachtsmarkt“, sagte sie vom Rednerpult auf der Bühne in Richtung der etwa zweihundert versammelten Miesbacher Senioren. Diese kamen dem Vorschlag ihres Stadtoberhaupts gerne nach. So blieben noch einige nach dem abwechslungsreichen Bühnenprogramm länger sitzen und unterhielten sich.

Für den feierlichen Rahmen der Veranstaltung hatte wie jedes Jahr die Mittelschule Miesbach gesorgt. In der weitläufigen Schulaula waren die von der Stadt zur Verfügung gestellten Tische mit roten Läufern abgedeckt. Die Schüler hatten darauf Weihnachtsgestecke und Plätzchenteller verteilt. An der Decke war mittig ein großer Adventskranz aufgehängt worden. Mit seinen dicken grünen Zweigen und seinem leuchtenden Adventslicht verbreitete er zusätzliche Weihnachtsstimmung. Die Schülerinnen der höheren Jahrgangsstufen, die sich an diesem Nachmittag als Bedienung zur Verfügung gestellt hatten, verrichteten ihre Servieraufgaben in feschen Dirndl-Gewändern. Weitere Jungen und Mädchen standen bereit, um den Gästen die Jacken und Mäntel abzunehmen und sie sicher in der Garderobe aufzubewahren. Ein Stand mit der Essens- und Getränkeausgabe und ein großer Tisch für den Verkauf von selbstgebastelten Weihnachtssachen machten den Aufbau für die Feier im Eingangsbereich der Schule komplett. Die Jugendlichen, die sich an all diesen Plätzen um die Betreuung der Besucher kümmerten, waren stets eifrig und freundlich zugegen und erledigten alle übertragenen Aufgaben zuverlässig. “Auch Lehrer waren an den Ständen miteingeteilt, aber die Schüler kriegten alles so gut von alleine hin, dass sie fast nicht gebraucht wurden“, freute sich Konrektorin Martina Thrainer über das große Engagement der eingesetzten Schüler an diesem Nachmittag.

Auch in hektischeren Phasen wie den Pausen im Bühnenprogramm, in denen viele noch einmal Getränke bestellten, behielten die Mannschaften der Getränke- und Essensstände einen kühlen Kopf. “Ist das jetzt in den Gläsern Radler oder Helles, ich brauche nämlich Bier für einen Tisch“, fragte eine Schülerin in Eile bei der Getränkeausgabe. Ihr strenger Blick verdeutlichte, dass eine richtige Antwort am besten in der nächsten Sekunde vom Angsprochenen kommen sollte. “Ich wüsste schon einen Weg, wie ich das ruckzuck herausfinden könnte, aber als Jugendlicher und Schüler werde ich das jetzt nicht machen“, erwiderte der Neuntklassler an der Ausgabe ruhig und zog dann zwei Klassenkameraden mit zu Rate. Anhand der kräftigeren Farbe kam man dann gemeinsam zu der Feststellung, dass es sich bei den Getränken in diesen Gläsern um puren Gerstensaft handeln müsste. Es kam dann auch keine Reklamation, es hat also gepasst.

Mit Humor führte die Miesbacher Bürgermeisterin den Nachmittag über durch das Bühnenprogramm. Sie trug auch die eine oder andere kurze Weihnachtsgeschichte vor. So hörten die Gäste von dem Kind, das aufgeregt den Besuch des Nikolaus in der Familie miterlebte. Ein Umstand machte dem Jungen aber dabei schwer zu schaffen. Er fragte sich bis zum Abgang des Nikolaus, warum dieser Mann mit dem roten Mantel und dem langen weißen Rauschebart das gleiche große Muttermal an der ganz gleichen Stelle wie der Onkel Beppi hatte. Das Rätsel blieb für das Kind aber ungelöst, verzichtete es doch auf eine dementsprechende Nachfrage, um den heiligen Mann nicht noch am Ende durch eine neunmalkluge Bemerkung zu erzürnen.

Eingebettet waren diese Weihnachtserzählungen zwischen dem Auftritt einer Theatergruppe der Schule, Musikstücken und dem Grußwort des Stadtpfarrers. Zu Anfang zeigte die Leiterin der Schultheater-AG Ursula Sontheim mit Schülern ihre vielgelobte Modeschau aus der Theateraufführung “So kannt´s kemma – Miesbach in 100 Jahren“ im Waitzinger Keller noch einmal vor. Man hätte vielleicht denken können, dass die futuristischen, zum Teil roboterähnlichen Kleiderkreationen, die moderne Lichttechnik und die Untermalung des Auftritts mit Technomusik nicht ganz den Geschmack der Senioren trifft. Um so mehr freuten sich die Schülermodels über den langanhaltenden Applaus beim Abgang von der Bühne. Die älteren Mitbürger honorierten damit sicherlich auch das große handwerkliche Geschick und den immensen Arbeitsfleiß, die eine solch aufwändige Darbietung erst möglich machen. Diesen zwei Tugenden bringt die ältere Generation große Wertschätzung entgegen, da diese in ihrem eigenen Arbeitsleben stets einen zentralen Platz einnahmen. Es folgten über den Nachmittag verteilt verschiedene musikalische Auftritte. Die Schüler der Mittelschule zeigten dabei, dass sich einige musikalische Talente unter ihnen befinden. Ein Schüler unterhielt auf Solopfaden mit seinen Stücken auf dem Akkordeon, eine Schülerin beeindruckte mit ihrem gekonnten Spiel auf dem Klavier. Festlich-stimmungsvoll wurde es dann beim gemeinsamen Singen des bekannten Weihnachtsliedes “Es wird scho glei dumpa“. Begleitet von Frau Ursula Sontheim auf dem Klavier wurden die Strophen des Liedes aus dem oberösterreichischen Innviertel von vielen Senioren bei gedämpften Licht mitgesungen. Es entstand dabei eine schöne, berührende Atmosphäre. Eine tiefer gehende Stimmung, die viele auch von den Heilig-Abend-Gottesdiensten her kennen, wenn die Kirche für das abschließende gemeinsame Weihnachtslied verdunkelt wird. Im weiteren Verlauf des Seniorennachmittags bat Frau Bürgermeisterin Ingrid Pongratz die Schulleitung der Rudolf-Pikola-Mittelschule auf die Bühne. Sie bedankte sich bei Herrn Müller und Frau Thrainer sehr herzlich für die alljährliche Ausrichtung dieses festen und wichtigen Termins im Veranstaltungskalender der Stadt Miesbach. Mit Freude nahmen der Schulleiter und seine Konrektorin das Buch “Miesbach. Ein Kulturführer“ von Alexander Langheiter bzw. einen großen Blumenstrauß als Präsente entgegen.

Nach knapp drei Stunden verließen die letzten Gäste die Seniorenfeier. Viele, die aufbrachen, nutzten die Gelegenheit und warfen noch einen Blick auf den Stand des Elternbeirats, an dem selbstgebastelte Weihnachtsdekorationen zum Kauf angeboten wurden. Der Verkaufserlös wird in die Unterstützung von schulischen Aktivitäten der Mittelschule Miesbach fließen.

Wenn viele zusammen helfen und an einem Strick ziehen, dann geht vieles einfacher und schneller. Dies zeigte sich auch wieder, nachdem die Feier zu Ende gegangen war und sich die Aula geleert hatte. Alle anwesenden Schüler packten gemeinsam mit den Lehrern und den Hausmeistern an, um die Stühle und Tische abzubauen und wegzuräumen. In den Unterrichtsküchen im Keller wurde von den Fachlehrerinnen für Hauswirtschaft mit Helfern das benutzte Geschirr in Angriff genommen. Nach dem Abspülen wurde alles wieder sicher verstaut.

“Eigentlich schade, dass der ganze Aufbau in der Aula mit den vielen schönen weihnacht-lichen Dekorationen nur diese wenige Stunden über bestehen bleibt“, stellte eine Lehrerin im Rückblick auf diesen Nachmittag fest. Dieser Einschätzung kann man nur zustimmen, wenn man diesen gelungenen und harmonischen Seniorennachmittag Revue passieren lässt. “Dann macht doch auch noch einen Seniorenabend am nächsten Tag“, würde vielleicht die Oma vom Schreiber an dieser Stelle freudig einwerfen. Und sie selbst wäre sicherlich auch da mit dabei. Denn man sieht sich ja nach ihrer Ansicht, wie schon am Anfang dieses Berichts geschrieben, stets viel zu selten.

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Mittelschule Miesbach beteiligte sich an Theateraufführung im Rahmen der 900-Jahr-Stadtfeier
6. Januar 2015
Die Stadt Miesbach begeht 2014 ein Jubiläum: Vor 900 Jahren wurde die idyllisch im Voralpenland gelegene Stadt an der Schlierach zum ersten Mal namentlich in einem Dokument erwähnt. Dieser runde Stadtgeburtstag ist der Anlass, dass viele sowohl größere als auch kleinere Veranstaltungen stattfinden, die sich mit der Vergangenheit oder der Gegenwart von Miesbach beschäftigen. Die Theateraufführung aller lokalen Schulen im Kulturzentrum Waitzinger Keller machte nun Anfang November thematisch eine Ausnahme. Mit dem Thema „So kannt´s kemma – Miesbach in 100 Jahren“ zeigten die Kinder und Jugendlichen auf, wie sie sich die Lebenswelt ihrer zukünftigen Enkelgeneration vorstellen.

Von Frau Inge Jooß, der Kulturbeauftragten der Stadt und Hauptorganisatorin dieses Gemeinschaftsprojekts der Grundschulen und weiterführenden Schulen, wurde der Wunsch an die Mittelschule Miesbach heran getragen, sich mit der Kleidung der Menschen im nächsten Jahrhundert auseinander zu setzen. Vermeintliche Prototypen sollten im Rahmen einer Modenschau präsentiert werden. Frau Ursula Sontheim, Klassenlehrerin in der 9. Jahrgangsstufe und Leiterin der Theater-AG der Mittelschule Miesbach, übernahm die Aufgabe, diese Idee in die Realität umzusetzen. “Es war mir von Beginn an klar, dass es sich dabei um ein schönes Thema handelt und alle Mitwirkenden ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Zugleich war aber allen bewusst, dass sich unser Beitrag sehr aufwändig und arbeitsintensiv gestalten wird“, erinnert sich Frau Sontheim rückblickend. Eine realistische Einschätzung war das gewesen, wie sich in der Vorbereitungszeit seit Juli zeigte.

Die Recherche im Internet ergab zu Anfang etliche Anhaltspunkte, in welche Richtungen sich die Mode langfristig entwickeln könnte. Es zeigte sich, dass die jetzige Haute Couture-Mode der weltbekannten Luxus-Designer durchaus ein Vorbild darstellte. Dabei handelte es sich vor allem um die extravaganten Modelle, die auf den Laufstegen von Paris und London präsentiert werden und denen man als Normalsterblicher oftmals spontan die Alltagstauglichkeit absprechen muss, weil sie so “spacig“ daher kommen. Viele Anregungen für die Umsetzung der Modenschau resultierten auch aus einem “Brainstorming“ zum Thema Mode der Zukunft, das in unserer Schule durchgeführt wurde. Aus der achten Jahrgangsstufe meldeten sich die 23 Schüler, die als Models die Entwürfe bei den drei offiziellen Aufführungen des Theaterprojekts präsentieren sollten. Zudem beteiligten sich durch ihre Mithilfe folgende Personen und dafür ein großes Dankeschön: Fachlehrerin Daniela Bauer (Nähen der Kostüme), Eltern-beiratsvorsitzende Manuela Hengler (Kostüme), Frau Gela Sosna (Kostüme), Fachlehrerin Laura Glas (Powerpoint-Visualisierung), Frau Claudia Kremb und Herr Wagner, der als erfahrener Hobby-Discjockey die zur Modenschau passende Techno-Musik heraus gesucht hat.

Was wurde alles zur Herstellung der einzelnen Kleidungsstücke verwendet? Glitzern bzw. ein metalerner Look war angesagt. Ecken und Kanten sollten ein bestimmendes Element sein und roboterähnlich wirken. An das eine oder andere zusätzliche Accessoire war gedacht, um eine verspielte Komponente mit hinein zu bringen. Um dies umzusetzen, verwendete Frau Sontheim mit ihrem Team schließlich folgende Materialien: Mülltüten, Verpackungsfolien, Joghurtbecher, Alufolie, Fäden verschiedener Länge, Dicke und Farben, gelbe Putzlumpen, grelle und glitzernde Stoffe, Toffifee-Packungen, Papier- und Kunststoffabfall, eine Luftmatratze und einiges mehr. Bei der Beschaffung dieser benötigten Utensilien leistete auch die Lehrerschaft der Mittelschule ihren Beitrag, wobei auch gelegentlich keine Rücksicht auf das eigene Wohlbefinden genommen wurde. “Durch das massenhafte Verzehren von Fruchtzwergepackungen in den Schulpausen im Lehrerzimmer hat sicherlich der Magen der einen oder anderen Lehrkraft etwas gelitten“, so Frau Sontheim schmunzelnd zum erfreulichen Einsatzwillen ihrer Kollegen.

Am Donnerstag, den 06.11.2014, und Freitag, den 07.11.2014, war es dann soweit. Es fanden die drei offiziellen Aufführungen des Schultheaters “So kannt´s kemma – Miesbach in 100 Jahren“ statt. Die Rahmenbedingungen konnten von der Örtlichkeit her gesehen nicht besser sein. Der schöne, große Saal des Miesbacher Kulturzentrums Waitzinger Keller bietet einer großen Anzahl von Besuchern Platz und weist auf Grund seiner Architektur eine gute Akustik auf. Die weitläufige Bühne ist mit einer professionellen Licht- und Tontechnik ausgestattet, das Bedienpersonal ist gut geschult und erfahren. Die Rahmengeschichte für die einzelnen Auftritte der verschiedenen Schulen bildete die versehentliche Reise von drei Miesbacher Kindern in einer Zeitmaschine in das Jahr 2114. In dieser fernen Zukunft erleben sie einiges. So wird in 100 Jahren in den Schulen das Wissen durch Datenübertragung direkt in die Gehirnzellen der Schüler eingespeist. Unterrichtsstörungen gehören nun der Vergangen-heit an, denn vor und nach dieser Programmierung sind die Schüler ´offline` und verharren zusammen gesunken auf ihren Plätzen. Lebensmittel in ihren verschiedenen Konsistenzen und Zubereitungsformen sind zukünftig auch nicht mehr bekannt. Alles wird in Kaugummi-Form verabreicht, die den Menschen den Geschmack z.B. von Pizza oder Pommes vortäuschen.

Unsere mitwirkenden Achtklassler erwarteten ihren Auftritt mit Vorfreude, wobei auch bei dem einen oder anderen Lampenfieber durchblickte. Dazu bestand aber überhaupt kein Anlass: Die Schminke, die eine blassen Teint auf der Haut hinterließ, war bei jedem perfekt aufgelegt (Bräune ist nämlich so etwas von out in der Zukunft), die blauen und roten Pagenkopf-Perücken saßen wie eine Eins und jeder hatte es geschafft, ohne Unfälle oder Beschädigungen in die ungewohnte Kleidung zu schlüpfen. Zumindest fast jeder, der als Rückenpolster bei einem Anzug verwendeten Luftmatratze ging auf Grund einer unglücklich gesetzten Befestigungsnadel zwischenzeitlich die Luft aus. Aber auch dieses Problem konnte von unseren Lehrerinnen kreativ und rechtzeitig zur zweiten Vorstellung hin behoben werden. Die zehnminütige Modenschau war dann auch stets ein großer Erfolg, wie der am Ende spontan aufbrausende Applaus des Publikums bewies. Die Zuschauer zeigten sich beeindruckt von den außergewöhnlichen und detailreichen Bekleidungs-Kreationen. Ganz egal, ob es sich nun um die Alltagskleidung, die Sportausrüstung, die Abendgarderobe oder das Hochzeitskleid handelte. Viele aus dem Publikum meinten, dass diese Anziehsachen zwar gewöhnungsbedürftig, aber mitunter sehr schick aussahen. Obgleich sie sich jetzt nicht vorstellen könnten, schon am nächsten Morgen mit gelben Putzlumpen und Alufolie drapiert zum Bäcker, geschweige denn zur Arbeit zu gehen. Schwung und Lebendigkeit brachte auch die auf die Rückwand der Bühne projizierte Videoanimation mit den Namen der vertretenen Modelabels (z.B. “adider“, “Gut-schi“ oder “zeh & a“) und die wummernden Techno-Klänge in den Auftritt der männlichen und weiblichen Schülermodels.

Frau Sontheim zog am Ende zufrieden folgendes Resümee: “Unseren Schülern hat ihr Auftritt sehr gut gefallen. Sie waren sichtbar stolz, vor einem so großen Publikum unsere Vorstellungen von der Kleidung in 100 Jahren präsentieren zu können.“ Inwiefern sich die Voraussagen der Mittelschule Miesbach in Sachen Mode-Styling im nächsten Jahrhundert bewahrheiten werden, wird die Zukunft zeigen. Den Kindern, die bei der Modenschau aufgetreten sind oder auf den Zuschauerstühlen saßen, sei es hoffentlich vergönnt, dies noch selbst feststellen zu dürfen. Die Lebenserwartung soll ja weiterhin stetig steigen.

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Ein „Stern“ für die Mittelschule Miesbach
6. Januar 2015
Vom 2. bis 5. Oktober 2014 fanden die Jugendkulturtage des Landkreises Miesbach statt. Zur Eröffnung am Donnerstagnachmittag war eine Abordnung der Mittelschule Miesbach am Veranstaltungsort am Miesbacher Habererplatz anwesend und gestaltete dabei einen Stern im Stil des “Walk of Fame“ in Los Angeles.

Die Trägerschaft dieser Veranstaltung lag beim Kreisjugendring Miesbach, der ein vielfältiges Programm auf die Beine stellen konnte. So gab es unter anderem einen Tauchcontainer, einen Jugendzirkus, Konzerte verschiedener Nachwuchsbands und etablierter Künstler und das Mysterienspiel “Bruder Franz“. Viele lokale Verbände, Vereine und Organisationen der Jugendarbeit waren zum Teil mit eigenen Ständen aktiv vertreten. Aufgrund der regionalen Bedeutung hatten der Miesbacher Landrat Wolfgang Rzehak und die Bürgermeisterin Frau Ingrid Pongratz die Schirmherrschaft für die Jugendkulturtage übernommen.

Vielen Jugendlichen fielen beim Schlendern über das Festivalgelände die goldenen Sterne auf dem Boden auf. Wer schon einmal in der Millionenstadt Los Angeles in den USA war, konnte mit dieser Symbolik etwas anfangen. Berühmte Schauspieler und Musiker nebst anderen Persönlichkeiten werden dort mit einem persönlich signierten Stern auf einem zentralen Gehweg der Film-Metropole für ihr Lebenswerk geehrt. Daran angelehnt wurden auf dem Habererplatz derartige glänzende Himmelskörper auf dem Boden angebracht und jeweils mit dem Namen einer weiterführenden Schule im Landkreis Miesbach gestaltet. Für die Mittelschule Miesbach hatte ein mit der Graffitikunst erfahrener Schüler der Ganztagesklasse 5b von Herrn Eisenberg den Namenszug der Schule mit Hilfe einer selbst gestalteten Schablone aufgesprüht.

Die Rudolf-Pikola-Schule trägt die Verleihung dieser Auszeichnung während dieser Kulturtage für Jugendliche mit Stolz. Seit jeher liegen der Schulleitung und der Lehrerschaft über ihr schulisches Wirken hinaus die allgemeine Jugendkulturarbeit am Herzen. Es ist ein großes Anliegen der Mittelschule Miesbach, dass Schüler ihre Freizeit sinnvoll zu nutzen wissen. Es gibt hierfür Kooperationen mit Verbänden, Vereinen und städtischen Einrichtungen. Man kann auf Theater- und Musikprojekte in den vergangenen Jahren zurück blicken. Die Interessen und Neigungen der Schüler werden in vielen frei wählbaren Arbeitsgruppen (AG) im schulischen Unterricht am Nachmittag gefördert.

Jahrbuch Jugendkulturtage 016